Insektenhotel.bio Jetzt Helfen Mit kleinem grosses Bewegen Schutzraum für Insekten

Deshalb brauchen wir Insekten wie Wildbienen, Mücken und Käfer

Wer kennt es nicht. Stechmücken rauben uns den Schlaf, Bienen nerven beim gemütlichen beisammensein im Garten oder beim Grillen sind umgehend Wespen da. Doch so lästig uns manche Insekten auch sind: Sie sind alles andere als überflüssig. Im Gegenteil.

Die Zahlen sind bestürzend: 75 Prozent aller Insekten sind weg, im Vergleich zu 1970. 48 Prozent der Pflanzen in der Schweiz stehen auf der roten Liste, sind also vom Aussterben bedroht.
Geht das unverändert so weiter, droht innert einiger Jahre der Kollaps unserer Nahrungsmittelkette. Denn damit zum Beispiel ein Apfel wächst braucht es die Biene als Bestäuber. Vor dem auseinander brechen des Ökosystems, warnen über 50 von der Nahrungsmittelindustrie unabhängige europäische Forscher. Tomaten, Auberginen, Äpfel, Kirschen, Zucchini – alles weg. Die Folge, unsere Grosskinder werden nicht mehr wissen, wie Gemüse und Obst ursprünglich schmeckte, wenn das so weitergeht. Denn Sie werden nur noch künstlich produzierte Produkte mit künstlichen Geschmäckern im Regal haben. “Fuzzy Green Cinnamon Unicorn Appel” wirs als Geschmacksrichtung wahrscheinlicher als Gala & Co.

Retten wir die Insekten

Wozu sind Insekten da? Sie können im Garten Schädlinge in Schach halten – allerdings müssen wir den Sechsbeinern dafür auch etwas Gutes tun: Beete statt gepflasterte Vorgärten, insektenfreundliche, einheimische Blumen und Insektenhotels können Abhilfe schaffen.

Lesen Sie dazu diese Beiträge:

Insekten sterben

Traurig. Es ist ein leises Sterben, das unserer Insekten. Ist das letzte Sum-Sum verstummt, ist es zu spät. In den letzten 30 Jahren sind bereits viele Arten massiv zurückgegangen; viele wissenschaftliche Studien belegen das. Nicht nur Schmetterlinge und Bienen, auch viele andere Insekten verschwinden. Der natürliche Lebensraum geht zurück oder Sie werden von ausländischen Insekten ohne natürliche Feinde bedroht.

Fördert Insekten

Die gute Nachricht: «Die grösste Macht im Land hat der Konsument. Wir können sehr wohl etwas tun», sagt etwa Andrea Haslinger, Insektenspezialistin von Pro Natura. Sie weiss, was Insekten am besten hilft: «Es ist allerhöchste Zeit, konsequent nur noch fair produzierte Lebensmittel zu kaufen, also Bio.»
Wer diese Bio-Produkte kauft, unterstützt eine Landwirtschaft, die auf Pestizideinsatz verzichtet und so langfristig die biologischen Prozesse in unserer Umwelt erhält. Während Grossverteiler nicht alles in Bio-Qualität führen, gibt es praktische Alternativen. Die Webseite farmy.ch etwa: Das Unternehmen bietet an, diverse Bio- und Demeter-Produkte inklusive Milch, Fleisch und Eier schweizweit und in Liechtenstein direkt vor die Haustüre zu liefern. Aber auch der Wochenmarkt sollte wieder mehr zu den Einkaufsgewohnheiten zählen. Nicht nur weil man dort direkt vom Gemüsebauern kauft, sondern auch gerade von seinem fachkundigen Wissen profitieren kann.

Im Garten oder auf dem Balkon lässt sich viel bewirken

Wer zum Beispiel einen wöchentlichen Menüplan erstellt und die Dinge kauft, die er wirklich braucht, reduziert nicht nur Foodwaste und fördert Insekten und Kleintiere, sondern hat am Ende der Woche erst noch mehr Geld im Portemonnaie – trotz besserer Bio-Qualität. Was sich im Geschmack auszahlt.
Andrea Haslinger hat aber noch eine dringende Bitte: «Pflanzen Sie insektenfreundliche, einheimische Pflanzen und bieten Sie Überwinterungsmöglichkeiten an. Ganz egal, ob auf Fenstersims, Balkon oder im Garten – jedes bisschen hilft.»

Was wir tun können

Einheimische Pflanzen

Mehr Pflanzen, mehr Blumen – weniger Beton.

Insektenhotels

Schutzraum für Insekten schaffen

Umweltschützen

Tragen wir der Umwelt mehr sorge durch lokale Lebensmittel, saisongerecht und nachhaltig

Freunde motivieren

Jeder zählt. Der eigene Garten oder Balkon aber auch die der Freunde.

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Eine Welt ohne Insekten

Undenkbar? Leider nein wie dieser Bericht von ZDF aus China zeigt. China ist weit weg? Ja. Aber was dort bereits Altag ist kann es bei uns auch werden, wenn wir nicht handeln.